
Auf halbem
Wege
zwischen Koblenz und Gießen, im Lahntal, welches die
natürliche Grenze zwischen
Taunus und Westerwald bildet, liegt das Städtchen Runkel mit
seiner eindrucksvollen
Burg. Ein musterhaftes Beispiel für einen
frühmittelalterlichen
Verteidigungsbau.
Öffnungszeiten
2011:
vom 01.
April bis 31.
Oktober.
Einlaß durchgehend von 10 bis 17 Uhr.
Führungen nur nach vorheriger Anmeldung.
Montag: Ruhetag
außer an Feiertagen
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Eintrittspreise: |
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Erwachsene: |
3,50 € |
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Jugendliche
bis 14 Jahre: |
2,50 € |
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Familienkarte: |
10,00
€ |
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(2
Erw. u. bis
3 Kinder) |
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Gruppen
ab 15
Personen, je: |
3,00 € |
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mit
Führung nach vorheriger
Anmeldung |
4,00 € |
Auf Anfrage können standesamtliche Trauungen in der Burg durchgeführt werden.
Informationen
bei:
Burgverwaltung Runkel
Schloßplatz 2
65594 Runkel
Tel: 06482 / 94 14 72
oder: 06482 / 42 22, Fax: 06482 /
607154

Diashow
(mit Javascript)
Von der
Autobahn A3
Frankfurt-Köln (Ausfahrt Limburg) erreicht man die Burg nach
sieben Kilometern.
Runkel ist Bahnstation der Lahnstrecke Gießen-Koblenz. Eine
ICE-Anbindung ist
Bahnhof Limburg-Süd. Unmittelbare Anschlüsse an die
Linien Wiesbaden, Frankfurt
und Köln sind vorhanden.

Neuere
Geschichte und Wissenswertes:
Die neue Stadt Runkel wird nach dem freiwilligen
Zusammenschluß mit den
Gemeinden Steeden, Ennerich, Schadeck (1.12.1970), Arfurt, Eschenau,
Hofen,
Wirbelau (31.12.1970) und der gesetzlichen Regelung mit der Gemeinde
Dehrn
(1.7.1974) gebildet. Die 43,72 km² große und 9.370
Einwohner zählende Stadt ist
ein ideales Stadtquartier für denjenigen, der auf
Halbtagsausflügen die
Kulturschätze der näheren Umgebung kennenlernen will.
Fünf Landes- und sieben Kreisstraßen tangieren das
Stadtgebiet und stellen
somit äußerst günstige,
überörtliche Verbindungen und die
Erschließung des
Stadtgebietes sicher.

Burg
Runkel
um 1800.
test
Einer Sage
nach soll
ein Ritter Karls des Grossen im Jahr 778 den Entschluss gefasst haben,
auf dem
Rücken des Felsens eine Burg zu bauen. Er benannte sie nach
dem Gebiet von
Roncesvalles (französisch: Roncevaux) in den Pyrenäen
in Erinnerung an den
dortigen Kampf gegen die Mauren.
Aus dem Namen Ronkeval wurde dann Runkel.
Tatsächlich
wurde Burg
Runkel zur Sicherung des Lahnübergangs errichtet und im Laufe
der Jahrhunderte
mehrfach erweitert.
Urkundlich wird Runkel erstmalig 1159 im Zusammenhang mit einem
Siegfried von
Runkel genannt, der als Bürge und Zeuge für die
Gräfin Beatrix von Laurenburg
bei ihrer Belehnung mit der Burg Nassau durch Erzbischof Hillin von
Trier
erwähnt. Er dürfte als Sachverwalter des Reiches
für die Erbauung der Burg
Runkel in Frage kommen. Höchtswahrscheinlich haben wir in der
Burg eine Gründung
des Hohenstauferkaisers Friedrich Barbarossa zu sehen.
Im Jahr 1634 wurde die Kernburg durch Kroaten (österreichische
Truppen) unter
der Führung des Grafen Isolani zerstört.
Die Kernburg wurde in der Folge nicht wieder aufgebaut. Sie bildet den heutigen Ruinenteil. Stattdessen wurden andere Gebäudeteile für Wohnzwecke ausgebaut, die zwei Innenhöfe umschließen.
Um 1250 beginnen Familienstreitigkeiten, die mit der Vertreibung Heinrich von Runkel durch Siegfried enden. Als Folge hiervon erbaut Heinrich auf der Runkel gegenüberliegenden Seite zum Trutz Burg Schadeck, die 1288 zum erstenmal erwähnt wird. Wildbewegt und fehdenreich ist die Geschichte Runkels und seiner Burg, wie der nachstehende kurze Abriß erkennen läßt:
Im Jahre 1288 kommt es zur entgültigen Teilung und Trennung zwischen Runkel und Westerburg, 1315 wird ein Dietrich von Runkel genannt. Dietrich, der Dritte dieses Namens, bringt 1376 die Zehnten Schupbach und Aumenau in seinen Besitz und läßt auch die Schloßbauten neben der Burg entstehen.
1440
wird mit dem Bau der Lahnbrücke begonnen, die aber durch
Streitigkeiten mit dem
Grafen Reinhard von Westerburg erst 1448 fertiggestellt wurde.
1543
weilt Luthers Freund und Helfer Melanchthon als Gast des Grafen Johann
IV. von
Wied (ein Neffe des
Erzbischofs
Hermann von Köln) auf
Schloß Runkel. 1568 wird die Reformation in Runkel
eingeführt.
1622
wird der Landesherr Graf Hermann II von seinem jüngeren Bruder
Philipp Ludwig,
der sich bei der Erbteilung benachteiligt glaubt, am 9. September in
einem
Familienstreit aus Schloß und Herrschaft Runkel vertrieben.
1634
Runkels schwärzester Tag im 30jährigen Krieg war der
15. Oktober. Die Kroaten
(österreichische Truppen) des Grafen Isolani erstiegen die
Mauern des
Städtleins und legen den Ort samt dem uralten schönen
Schloß in Asche.
1719
sieht Runkel hannoversche Truppen in seinen Mauern,
1758
Sachsen,
1759
Franzosen.
1791
wird Graf Friedrich Ludwig durch Kaiser Leopold II die
Fürstenwürde verliehen.
1794 ist die Wirkung der Revolutionskriege zu spüren.
1796
werfen darmstädtische Truppen in einem nächtlichen
Straßenkampf die Franzosen
aus der Stadt hinaus.
1806
fällt der rechtslahnige Teil der Herrschaft Runkel und damit
der entsprechende
Teil der Stadt an das von Napoleon neugeschaffene
Großherzogtum Berg.
1824
beschließt Friedrich Ludwig, der Letzte des wied- und
runkelischen Hauses, sein
Leben. Wied-Runkel fällt an die Linie Wied-Neuwied.
(Siehe: Die
Herrschaft
Wied).
Die Burg Runkel befindet sich auch heute noch im Besitz der Familie zu
Wied.


